Vorentscheidung, 27.12.2012

Dieser Abend stand schwer im Spirit der 70er Jahre. BAD MOJO eröffneten mit Blumenhemden, Retro-Pornobärten und bewußtseinerweiternden Klängen. Das Trio zeigte sich bestens gelaunt und feuerte psychedelische Rocksalven ins Publikum, das dankbar mit Applaus zurückschoss. Ein Prosit der Gemütlichkeit, mit billigem, mazedonischen Rotwein!

Danch zogen poppige und filigrane Klänge ein. Die vier Youngster von DENKMAL zeigten sich schon sehr versiert an ihren Instrumenten und servierten feinen Deutsch-Pop, der durch akustische Klänge und Keyboard immer wieder aufgelockert wurde und geizten dabei nicht mit sozialkritischen Texten.

Bei THE PHANE brach ein echtes Klanggewitter über der Kantine ein. Das Augsburger Trio servierte brachialen und destruktiven Instrumental-Rock und das mit einer echten Energieleistung. Die Hütte wurde schwer gerockt und nach dreißig Minuten zog der Soundhurrican wieder davon.

Bei YELLOW SCOOP fühlte man sich wie in einem Trip in einer Zeitmaschine, die einen nach Woodstock zurückkatapultierte. Das war Mörder-Blues in voller Extase, der Geist von Jimi Hendrix war allgegenwärtig und die drei Jungs spielten sich regelrecht in einen Rausch.

Last not least zündeten CHORDOTOMY ihren Todesmetal-Bulldozer und setzen ihre Höllenmaschine im Midtempo durch die Kantine und zermalmten dabei alles, was sich ihnen in der Weg stellte. Unglaublich, welche Töne die zwei Sänger produzierten, ohne dabei einen Hustenanfall zu bekommen. Zum Abschluß verwandelt sich die Kantine in eine einzige Mosh-Hölle!

Fotos: Neue Szene - Nina Biberacher

Bad Mojo
Denkmal
The Phane
Yellow Scoop
Chordotomy